Tagebuch
27. Juli
Kalte Herberge – Titisee · 20,8 km
Die Unterkunft war mit zwei Wandergruppen belegt, und so trafen wir hier endlich auf viele andere Wanderer, die mit geführten Touren unterwegs waren. Wir schauten, dass wir an diesem Tag vor den anderen starteten, und liefen trotz Regen los.
Nachdem wir den ersten Anstieg hinter uns gebracht hatten, boten sich uns mystische Ausblicke: Wolken und Sonne lieferten sich ein beeindruckendes Farbspiel mit der Landschaft. Die heutige Etappe war mit ihren knapp 21 Kilometern vergleichsweise kurz. Zu Reginas Geburtstag hatten wir eine Übernachtung im Seehotel Wiesler am Titisee gebucht und es erwartete uns Entspannung am Nachmittag.
Nach dem Lachenhäusle eröffneten sich immer wieder traumhafte Blicke in das Simonswälder Tal. Nicht weit entfernt konnten wir im Fichtenwald die Reste einer Verteidigungsanlage an der Türkenlouis-Schanze auf dem Hohlen Graben (1.045 m) erkennen.
Auf dem weiteren Weg passierten wir den Doldenbühl (1.098 m) und liefen auf Schotterwegen weiter bis zur Weißtannenhöhe (1.190 m), die unscheinbar am Wegesrand lag. Kurz vor Mittag kehrten wir zur Mittagspause im Wanderheim Berghäusle ein. Dort fand an diesem Tag eine Musikveranstaltung statt, und das Kaiserwacht-Quintett spielte auf. Wir genossen Volksmusik und gutes Essen gleichermaßen.
Danach folgten die letzten Kilometer bis nach Titisee und zu unserem Wellnesshotel direkt am See. Schon von Weitem konnten wir die Skisprungschanzen in Hinterzarten erkennen. Bei sonnigem Wetter bot sich uns ein wunderschönes Bergpanorama. Wir legten einen Zahn zu, denn wir wollten möglichst schnell den Wellnessbereich mit Außenpool erreichen.
Marcel hatte keine Kosten gescheut und sogar ein Zimmer mit Seeblick gebucht. So kamen wir frühzeitig im Hotel an und konnten den gesamten Nachmittag nutzen, um ausgiebig zu schwimmen und unsere Muskeln in der Sauna zu entspannen. Der Saunagang wurde durch einen herzigen Hagelschauer vorbildlich abgekühlt.

































