Tagebuch
26. Juli
Wilhelmshöhe (Schonach) – Kalte Herberge · 23,4 km
Das Frühstück war liebevoll angerichtet, und die Chefin des Hauses begeisterte erneut mit ihrer humorvollen und liebenswerten Art. Diese Unterkunft würde uns auf jeden Fall für immer in Erinnerung bleiben. Trotz der Gemütlichkeit mussten wir weiterziehen.
Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite stand das nächste Portal aus riesigen Findlingen, und Regina holte sich erneut einen Stempel für ihre Sammelkarte. Vorbei am Wolfbauernhof mit dem Longinuskreuz führte der Westweg über Bohlenpfade durch das Hochmoor zum Blindensee. Die Landschaft dort oben war einfach wunderschön.
Hinter der Weißenbacher Höhe kamen wir an der kleinen Elzquelle vorbei. Wir entschieden uns gegen den Abstecher zur Bergquelle. An einer Wegkreuzung entdeckten wir einen Felsen mit der Inschrift zur Trennung der europäischen Wasserscheide Rhein/Donau.
Als nächstes Ziel erreichten wir den Günterfelsen direkt am Weg. Die mächtigen Granitfelsen lagen versteckt mitten im Wald, und natürlich legten wir hier eine Fotopause ein. Fun Fakt: Unser Nachbar heißt Günter und dieser hat uns schon oft geholfen, zur Bahn oder zum Flughafen zu kommen. Natürlichen schickten wir ihm gleich Bilder zu, von „seinem“ Felsen.
Bald darauf erreichten wir den Aussichtsturm auf dem Brend (1.149 m). Selbstverständlich stiegen wir die Treppen im Turm hinauf, um den Blick bis zum Feldberg zu genießen. Bei guter Sicht hätte man sogar bis in die Alpen schauen können, und die Vorfreude auf die kommenden Etappen stieg weiter.
Der weitere Weg wechselte zwischen Wald und Wiesen bis nach Neueck. Da dort leider alles geschlossen war, verbrachten wir unsere Rast im Vorhof des Landgasthofs Hirsch und bedienten uns am nage gelegenem Getränkebrunnen. Nach dem Ort war der Weg mit vielen Bänken gesäumt, die zum Verweilen einluden. Eine Panoramatafel am Wegesrand zeigte die wichtigsten Gipfel im Umkreis.
Immer wieder traf der Weg auf Teilstücke der B500. Unter einer Brücke entdeckten wir ein kleines Häuschen, in dem ein Bauer kühle Getränke, Vesper und Kunst verkaufte. Regina hätte den Laden am liebsten leer gekauft, während Marcel nur an einem kühlen Radler interessiert war 😊.
Wir hielten kurz für ein Getränk an, mussten uns dann aber beeilen, da ein Gewitter aufzog und wir unbedingt trocken in unserer Unterkunft, der Kalten Herberge, ankommen wollten. Unterkunft und Essen begeisterten uns sehr – hier stimmte einfach alles, und die Wirtsleute verstanden ihr Handwerk.






























