Tagebuch
20. Juli
Zuhause – Schutzhütte bei Dobel (Bahnhof 7,5) · 27,1 km
Der erste Tag unserer Wanderreise war gekommen.
Wir standen auf, packten unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg. Von unserem Zuhause liefen wir die ersten Kilometer durch unseren Hauswald, den Korker Wald, bis nach Legelshurst. Von dort nahmen wir die Bahn in Richtung Pforzheim. Es war ein wunderschöner Julitag: Die Kornfelder waren reif zur Ernte und die Sonne strahlte. Diesmal verlief die Anreise sogar ohne Komplikationen mit der Deutschen Bahn 😊
Vom Hauptbahnhof in Pforzheim führte erste Teil des Weges durch die Stadt zum offiziellen Startpunkt. Am Kupferhammer, dem Zusammenfluss von Nagold und Würm, beginnen die drei großen Wege des Schwarzwalds. Wir legten noch eine kurze Pause im Biergarten des Restaurants Kupferhammer ein und durchschritten anschließend die „Goldene Pforte“.
Wir folgten dem Weg in Richtung Dillweißenstein, vorbei an der Höhe bei der Ruine Hoheneck. Nach der Nagoldbrücke führte der Weg über den Sonnenberg hinunter ins Enztal. Der Enzweg verlief entlang des Flusses, und wir hielten hier immer wieder für einige Fotomotive an.
In Neuenbürg durchquerten wir das „Neue Schloss“, um auf der anderen Seite durch den Ort zu laufen. In der Altstadt kehrten wir im Restaurant „Roter Ochsen“ für ein Kaltgetränk ein, an so einem warmen Sommertag muss man sich doch oft eine Abkühlung gönnen 😊. Ein Stück weiter, am Brunnen, füllten wir unsere Wasservorräte auf, da es auf den letzten Kilometern bis zu unserer Schutzhütte im Wald keine Wasserstelle mehr gab. Naja, das Wasser schleppen kennen wir ja sehr gut von unseren bisherigen Touren.
Von der Neuenbürger Altstadt ging es über die Brücke und den steilen Prallhang der Enz hinauf zum Ortsteil Wilhelmshöhe. Von dort oben hatten wir noch einmal einen schönen Blick auf das Schloss. Nach einer kurzen Waldpassage folgte oberhalb von Straubenhardt ein aussichtsreicher Weg am Waldrand.
Mittlerweile zog ein Sommergewitter auf, und der Wind pfiff uns kräftig um die Ohren. Kurz überlegten wir, an der Schwanner Warte im Holzturm Halt zu machen, wollten aber keine Zeit verlieren, da unser Tagesziel noch ein gutes Stück entfernt war. Mit den Blitzen und den dunklen Wolken hatten wir hier oben tolle Szenerie und zeitgleich eine fantastische Aussicht über die Landschaf, bis in die Rheinebene und sogar zum Pfälzerwald.
Wir bogen ab und kamen wieder in den dichten Tannenwald, der uns etwas Schutz vor dem Gewitter bot. Der Regen erwischte uns trotzdem, da wir durch den Ort Dennach laufen mussten und wir keinen Schutz mehr von den Bäumen hatten. Erst als wir den Aussichtspunkt Enzkreisspitze erreichten, hörte der Regen auf. Am Heuberg überquerten wir noch den höchsten Punkt des Enzkreises (709,1 m), bevor wir die erste geplante Schutzhütte erreichten. Leider war diese noch von anderen Tagesausflügler belegt und wir entschieden noch ein Stück weiter zu gehen. Dem Anschein nach gab es hier eine Streckenänderung da wir, für die nächste Schutzhütte, von der Wegbeschilderung abweichen mussten. Aber App sei Dank fanden wir unser idyllisches Nachtlager noch bevor es dunkel wurde.
Dort bereiteten wir unser Zwei-Gänge-Menü mit einem Glas Rotwein zu und schlüpften anschließend zufrieden in unser Nachtlager.




























