Tagebuch
24. Juli
Hilda-Hütte (Kniebis) – Hausach · 27,8 km
Die Nacht war etwas unruhig gewesen. Unsere Bekanntschaft hatte ihren Futterbeutel in der Hütte aufgehängt, und in der Nacht kamen Nager, die versuchten, sich daran zu schaffen zu machen.
Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von unserer Bekanntschaft und gaben ihr noch ein paar Tipps für die Region. Der Weg führte durch den Wald in Richtung Lettstädter Höhe (966 m) und zur gleichnamigen Hütte. Von dort aus bekamen wir einen großartigen Ausblick auf den Glaswaldsee, einen Karsee, der mitten im Wald unterhalb des Wanderwegs lag.
Unser Weg führte weiter in Richtung Freiersberg. Am Freiersberger Tor holte sich Regina ihren fünften Stempel. Über Waldwege ging es weiter in Richtung Harkhof. Kurz davor bestaunten wir die größten Stühle im Schwarzwald – natürlich kletterte Marcel auf einen davon.
Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir den Harkhof und genossen dort das wirklich sehr leckere Essen und die herzliche Gastfreundschaft. Wir waren begeistert und können das Gasthaus wärmstens empfehlen. Dort sind noch Wirte mit Herz und Seele am werkeln.
Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg, stiegen hinauf zum Harksattel und gelangten so zurück auf den Westweg. Kurz darauf führte der Weg erneut in den Wald, bot aber immer wieder schöne Ausblicke ins Tal. Auf dem Hirzwasen (780 m) lasen wir ein aufgestelltes Schild des Schwarzwaldvereins und erfuhren, dass „hirz“ Hirsch bedeutet.
Wir wanderten weiter auf dem Kamm entlang und erreichten nach einiger Zeit die Hohenlochenhütte des Wandervereins Wolfach. Wir waren total begeistert von dieser Hütte und der Aussicht. Am liebsten wären wir hier über Nacht geblieben, doch wir hatten bereits ein Hotelzimmer gebucht, da für die Nacht Gewitter angekündigt waren.
Wir genossen lange den Blick ins Tal vom Felsen des Hohenlochen (689 m), mussten dann aber schweren Herzens weiterziehen. Eigentlich wollten wir am Käppelehof eine Rast einlegen, doch da wir uns an der Hohenlochenhütte viel Zeit gelassen hatten, ließen wir dieses Ziel aus. Den Käppelehof kannten wir bereits von anderen Wanderungen im Schwarzwald und können ihn ebenfalls sehr empfehlen.
Hinter dem Weißen Kreuz machten wir doch noch kurz Halt auf einer Bank und gönnten unseren müden Füßen etwas Ruhe. Es folgte der Aufstieg zum Spitzfelsen. Hätte kein Gewitter aufziehen sollen, wären wir auch hier gerne für die Nacht geblieben. Der Blick vom Kreuz hinunter auf das nahe Hausach und in die Seitentäler der Kinzig war ein weiteres Tageshighlight.
Anschließend machten wir uns an den Abstieg ins Tal, überquerten den Kinzigsteg und erreichten Hausach. Im Supermarkt kauften wir noch schnell alles Nötige ein und liefen dann zu unserer Unterkunft, dem Gasthaus zum Hirsch. Da dort kein Abendessen mehr angeboten wurde, gingen wir zum Essen in den direkt benachbarten Gasthof Sonne. Wir waren begeistert von der Gastfreundschaft in diesem traditionellen Gasthaus, und besonders die Pommes hatten es Marcel angetan.




























