17.4.
Der Wecker klingelte. Draußen stürmte es… Wir verlängerten den Wecker kurzfristig um eine halbe Stunde. Alles zusammengepackt und aufgesattelt, machten wir uns an den unbeliebten Aufstieg zum San Jacinto. Ein Anstieg, auf den sich Regina ganz besonders „freute“ – ehrlich gesagt, ließ er sie schlecht schlafen. Die ersten Meilen waren wieder traumhaft, doch die Steigung ließ nicht lange auf sich warten. Der Aufstieg war schlimm, aber die Aussicht nach unten für Regina noch schlimmer. Die Unlust wurde größer, aber sie biss sich durch. Viele Bilder oder Videos wird sie heute nicht gemacht haben.
An der Apache Spring lief Marcel noch mal schnell runter, um Wasser zu holen (1,5 Meilen extra). Danach ging Reginas Part erst richtig los. Es waren wirklich traumhafte Aussichten, wäre man nicht direkt am Abgrund unterwegs gewesen. Palm Springs sieht von dort oben aus wie eine Miniaturstadt. Auf dem Trail lagen viele umgestürzte Bäume, über die man kraxeln oder unter denen man durchkriechen musste. Da Regina den Abschnitt unbedingt hinter sich bringen wollte, bissen nun beide auf die Zähne, um die 20 Meilen vollzumachen. Die Sonne ging schon unter und alle Zeltplätze waren bereits besetzt, also war an ein Stoppen nicht zu denken. Wir nahmen beide Dextrose für einen letzten Energieschub und erreichten bei allerletztem Licht unseren Platz auf Meile 176. Total erschöpft fielen wir ins Zelt. Marcel musste kurz seinen Mageninhalt loswerden und schlief sofort ein.
20,1 Meilen
18.4.
Regina hatte wieder keinen erholsamen Schlaf, da sie der Gedanke verfolgte, sie könnte den Berg hinunterrollen. Als wir aufbrachen, waren unsere Zeltnachbarn (ebenfalls ein deutsches Paar) schon weg. Die erste Meile war noch wie am Tag zuvor, aber dann wurde der Berg wieder „weiter“. Hier trafen wir tatsächlich noch auf vereinzelte Schneefelder.
Heute wird es zum Glück eine kurze Strecke. Es geht nach Idyllwild und somit zu einer kleinen Auszeit. 🙂 Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr Tageswanderer kamen uns entgegen. Als wir bereits im Abstieg zum Parkplatz waren, trafen wir die Rangerin des Berges und durften unsere Permits vorzeigen. Am Parkplatz trafen wir wieder auf das andere Paar. Ein kurzer Plausch, bis ein Auto mit frischen PCT-Hikern ankam. Regina fragte die Fahrerin, ob sie uns mit runternehmen könne… Ja, sie konnte! Fast wäre die gute Frau schon losgefahren, während die anderen noch ihre Packs ausladen wollten, damit das Auto näher an unseren Rucksäcken steht. Ging aber noch mal gut. Alles eingeladen und los ging die Fahrt in unser Wochenende!
4 Meilen





















