Tagebuch

1-2 Juli

1.7.2022
Thank you for traveling with deutsche Chaos Bahn


Am Vorabend wurden noch die neuen Rucksäcke gepackt und am nächsten Tag ging es vormittags nochmal auf die Arbeit. Das erste große Abenteuer unserer Reise nennt sich „die deutsche Bahn“. Obwohl wir extra verlängerte Umstiegszeiten eingeplant hatten, wäre fast unser Umstieg in Karlsruhe weg gewesen. Irgendwie muss bei der Bahn immer ein Zug Verspätung haben. Wir haben es gerade so in den Zug geschafft, als dieser schon los fuhr. Endlich auf unserem reservierten Platz angekommen, durften wir ihn nach einer halben Stunde auch schon wieder Räumen, da ein anderer Wagen ausgefallen war.
Irgendein defekt mit der Klimaanlage und so mussten wir in das nächste Abteil ziehen. Natürlich mussten wir uns neue Plätze suchen aber wir hatten Glück und konnten uns zu anderen Fahrgästen dazu setzten. Sitzplatzreservierung dahin. Kurz nach 19:00 Uhr sind wir in München eingetroffen und mussten durch überfüllte Fußgängerwege zu unserem Hotel laufen. Das bisschen Bewegung nach der langen Zugfahrt tat wirklich gut. Gleichzeitig kamen wir auch noch an zwei, drei Sehenswürdigkeiten von München vorbei, wie dem Marienplatz, der Startpunkt des nächsten Tages. Da es schon spät war, konnten wir leider nicht weiter München erkunden und sind direkt in unser Hotel gelaufen. Im Restaurant des Hotels haben wir noch lecker zu Abend gegessen, ein lecker Cocktail geschlürft und sind für einem kurzen Spaziergang noch mal raus. Trotz des bunten Treibens vor unserem Hotel, sind wir selig eingeschlafen.

2.7.2022
Das Abenteuer beginnt


(München – Wolfrathshausen)
Unsere Reise von München nach Venedig hat wirklich mit einem Abenteuer begonnen. Morgens als wir zum Frühstück wollten, war irgendwie nur der Koch da und keiner konnte uns aus-checken. Somit war’s dann auch zu spät für das Frühstück.
Als wir das Hotel verlassen wollten, tauchte zufällig noch jemand zum aus-checken auf. Nach einer kurzen Diskussion ging es endlich los. Mit sehr viel Verspätung liefen wir am Marienplatz los. Wegweiser suchten wir vergebens. Buch und die Komoot App wollten auch verschiedene Wege gehen, dadurch war der Start an diesem Tag etwas holprig.
Wir haben noch kurz bei einem Discounter etwas zu Essen gekauft und machten uns an die ersten Kilometer Richtung unseres Mittagsziels. Wunderbar neben der Isar zu laufen und aus dem Stadtverkehr raus zu sein.
An diesem Tag, ein Samstag, waren natürlich viele Jogger und Fahrradfahrer unterwegs, denen man öfters Platz machen musste. Dadurch war der Wanderweg nicht ganz so frei wie wir es gewohnt waren.
Das Wetter war herrlich an diesem Tag. Einige Tage zuvor hat es noch sehr stark geregnet und daher hatten wir viele große Pfützen auf dem Weg.
Auf einem Teilstück wurden wir durch ein Schild darauf aufmerksam gemacht „Sperrung, betreten auf eigene Gefahr“. Was nun? Wir sind weiter gelaufen, weil wir kein Umweg riskieren wollten und keine Gefahr zu erkennen war. Aber trotzdem fanden wir die Situation irgendwie komisch.
Zu Mittag wollten wir uns in einem Gasthaus auf dem Weg stärken. Leider mussten wir feststellen, dass hier wahrscheinlich COVID auch zugeschlagen hatte und die Gaststube temporär geschlossen war. Daher machten wir Mittag an einem schönen Kiesbett, direkt an der Isar. Hier konnten wir den vielen Paddelbooten und den bekannten Isarflößen zuschauen, wie sie uns passierten.
Etwas später, nach dem Kloster Schäftlarn fanden wir dann doch noch ein Gasthaus, welches geöffnet war. Im Biergarten Bruckenfischer genossen wir ein Radler, welches wirklich erfrischend war, an diesen heißen Tag. Der weitere Weg führte entlang eines Kanals und wir passierten das Ickinger Wehr. Wir verließen die Isar und folgten dem Trail hinauf in den Wald. Von hier oben hatten wir eine tolle Aussicht auf das Isartal, besonders am Riemersschmid Aussichtspunkt.
Am Abend mussten wir uns dann noch beeilen, weil der Supermarkt an unserer Airbnb Unterkunft um 20:00 Uhr schloss. Wir mussten noch für den nächsten Tag das Essen einkaufen, weil hier keine Möglichkeit bestand ein Gasthaus zu besuchen.
Gastgeberin Gabi war wirklich eine super nette Frau und wir haben uns richtig wohl bei ihr gefühlt. Im Gasthaus „zur Post“ freuten wir uns auf ein leckeres Essen. Doof, irgendwie hatten wir dann doch keinen so großen Hunger und haben die Hälfte des Essens gar nicht mehr herunter bekommen. Dafür wurden wir von der Wirtin ausgiebig unterhalten.
33,8 Km