Liebe Familie, Freunde und Mitleser,
die Wege auf dem Pacific Crest Trail sind weit, wunderschön aber manchmal führt uns der Weg in eine andere Richtung. Wir sind voller Vorfreude und Mut in dieses Abenteuer gestartet, um nicht nur unsere Flitterwochen zu feiern, sondern auch um Meter für Meter Spenden für die Menschen in der Heimat zu sammeln.
Doch der Trail hat uns eine andere Lektion erteilt, als wir erwartet hatten.
In den letzten Tagen musste Regina schmerzhaft erfahren, dass ihr Körper ganz klare, unmissverständliche Grenzen gesetzt hat. Die Höhenangst lässt sie nicht weiter laufen. Trotz das sie diesen Weg schon mal gelaufen ist, musste sie einsehen: Weiterzugehen wäre nicht mehr mutig gewesen, sondern unsicher am Berg.
Wir brechen das Abenteuer PCT hier ab. Nicht mit dem Gefühl gescheitert zu sein, sondern nach alter Bergsteiger Regel: Geh niemals eine Route, der du physisch oder technisch nicht vollauf gewachsen bist. Als Grundregel gilt: Die Tour richtet sich nach dem schwächsten Mitglied in der Gruppe.
Wir packen jetzt unsere Rucksäcke und verbringen jetzt unsere ganz „normalen“ Flitterwochen am Meer.
Die Spendenaktion liegt uns weiterhin unendlich am Herzen, und wir hoffen, dass ihr uns auch auf diesem neuen, ungeplanten Weg unterstützt. Denn die wichtigste Lektion haben wir bereits gelernt: Manchmal muss man einen Traum aufgeben, damit ein neuer entstehen kann.