Tagebuch
11. März
Alajerò – Las Hayas 13,5 Km
In unserer Unterkunft hatten wir diesmal ein ganz privates Frühstück. Alles wurde uns bereits am Abend zuvor in unsere Ferienwohnung in den Kühlschrank gestellt und wir durften alles in unserer kleinen Küche frisch zubereiten. Eier von der Nachbarin, selbstgemachte Marmelade des Gastgeberpaares und Brötchen aus der örtlichen Bäckerei. Dafür mussten wir ein bisschen früher aufstehen und alles selbst zubereiten, aber so hatten wir unser Frühstück auf der eignen Terrasse. Gegen 9 Uhr holte uns das Taxi ab und fuhr uns an unseren Start für den Tag, den Roque de Agando. Der ehemalige Vulkanschlot ist wahrscheinlich der spektakulärste auf La Gomera. Die Taxifahrt auf den kleinen Bergsträßchen fühlte sich ziemlich nah am Abgrund an. Aber die Fahrer sind dies gewohnt und man konnte sich während der Fahrt zurück lehnen und die Aussicht genießen. Oben angekommen staunten wir nicht schlecht. Innerhalb von ein paar Kilometer wechselte die Landschaft von Stein zu einem grünen Nebelwald. Die Felsformationen bzw. die Landschaft waren einfach atemberaubend schön. Wir machten unsere Fotos, als plötzlich ein Taxi anhielt und die Tür sich öffnete. Wir hörten ein lautes Geräusch und ja, dieser Herr hatte die Fahrt wohl nicht so vertragen. Kreidebleich stieg er wieder ein und seine Fahrt ging weiter. Wir mussten erst mal schmunzeln. Unser Weg ging weiter in den Nationalpark Garajonay. Vorbei an mystischen Bäumen, die mit Moos bedeckt waren und man kam sich wie im Urwald vor. Nach ca. einer Stunde erreichten wir den höchsten Punkt von La Gomera, den Alto de Garajonay. Hier war was los. Unmengen von Touristen wurden in Bussen angefahren und folgten dem kurzem aber knackigen Aufstieg zum Gipfel und wir waren mitten drin, im diesem Menschenstrom. Oben angekommen hatten wir einen wunderbaren 360 Grad Ausblick über die Insel. Wir machten unser Gipfelfoto, um danach auf der anderen Seite, ohne die anderen Touristen, wieder abzusteigen. Es folgte ein Kiefernwald und wir konnten sogar den Duft der Bäume riechen. Wir folgten dem Weg weiter durch ein Tal mit vielen Ruinen und Agaven Plantagen, bis wir El Cercado erreichten. Dort angekommen, machten wir eine kurze Mittagspause im dortigen Restaurant. Der Weg und unser Tagesziel war nicht mehr weit und wir machten uns auf, um die Schlucht, mit Blick auf das Valle Grand Rey, zu sehen. Wir waren nicht schlecht am staunen, was hier der Weg für uns bereit hielt. Eine traumhafte Aussicht in das Tal. Nur wurde uns dieser Teil ein bisschen vermiest, denn wir mussten 2 x auf große Wandergruppen warten, die uns hier passierten. Der letzte Abschnitt nach Las Hayas war nur noch 0,5 Kilometer und so kamen wir früh in unser Hotel\Restaurant für die Nacht an. In unserer Unterkunft durften wir noch unseren Koffer suchen, da das Transportunternehmen diesen schon an die nächste Unterkunft gebracht hatte. Nach ein paar Telefonaten, hatten wir diesen aber 1 1/2 Stunden später in der Unterkunft. Die Unterkunft Casa de Efigenia la Montaña können wir wärmsten empfehlen, alle super freundlich und bemühen sich extrem um das Wohlergehen der Gäste. Zudem ist die Wirtin und das Restaurant eine Institution auf der Insel. Am Abend hatten wir natürlich in der Unterkunft gegessen, da wir diese traditionelle gomerische Küche in seiner reinsten Form probieren wollten. Wir waren papp satt nach dem 4-Gänge Menü und es war soooo lecker. Wir nahmen noch eine Flasche Rotwein mit auf unser Zimmer und betrachteten bei einem Glässchen wieder diesen unglaublichen Sternenhimmel von unserer Terrasse.